vorsichtige Zeichen des Aufschwungs

Im Handelsblatt sieht man klare Signale für ein „Erwachen“ Wirtschaft. So sind lt. Statistischem Bundesamt im Einzelhandel die Umsätze im Mai 2020 gegenüber dem coronafreien Mai 2019  um 3,9% gestiegen. Und lt. Ifo Umfrage unter 9000 Firmen war der Geschäftsklimaindex im Mai und Juni stark gestiegen. Weitere Indikatoren, wie z.B. der LKW Maut Index, in dem tatsächlich gefahrene Lastwagenkilometer gemessen werden, zeigen ebenfalls in Richtung Erholung. Auch die Autoindustrie sieht Lichtblicke: Wie zuvor schon BMW hat auch Volkswagen zum 1. Juli die Kurzarbeit in den deutschen Werken aufgehoben. Die momentane Auslastung liege bei 75 bis 95 %, die Nachfrage ziehe wieder an.

Ein weiterer Indikator, der Einkaufsmanagerindex für die Eurozonen Industrie des Instituts IHS Markit zeigt zumindest vorsichtiges Wachstum an. Und eine Umfrage der Prüfungsgesellschaft PwC unter Finanzvorständen deutscher börsennotierter Konzerne ergab, dass erwartet wird, den diesjährigen Umsatzrückgang auf maximal 10% zu begrenzen.

Von allgemeiner Entspannung allerdings kann nicht gesprochen werden. Ein hoher Automobilmanager sagte dem Handelsblatt, dass im Moment vor allem aufgestaute Bestellungen abgearbeitet werden. Zwar erholt sich die Nachfrage in Deutschland leicht, aber wichtige Exportmärkte wie Frankreich, Großbritannien und Italien liegen weiter am Boden. So wird die Autoproduktion in Deutschland lt. ICI-Institut der Universität St. Gallen in diesem Jahr von 5,1 auf ca. 3,8 Millionen Autos sinken, was unter anderem bereits zu Stellenstreichungen und dem Stopp von Ausbauplänen geführt hat.

Darüber hinaus erwartet Ifo Präsident Fuest im Herbst Insolvenzen, vor allem im Gast- und Veranstaltungsgewerbe.